Freie Arbeiten

Weihnachtskarten

Verdengelt und mit Charakter. Eine nicht alltägliche Kartenserie.

 

Was sollte ich bloß nehmen? Für die eigene Geschäftspost zur Weihnacht? Etwas Schönes natürlich, für meine Begriffe. Denn ich wollte mir treu bleiben. Und das bedeutet meistens (wie eben auch bei meinen anderen freien Arbeiten), dass dieses Etwas einen ‚Haken‘ haben würde. Oder besser gesagt einen Kinken. Abgelegt, unentdeckt und erst charmant beim zweiten Blick.

Und es kam, wie es kommen sollte. Ich stolperte visuell über einen zerschlissenen Satz Weihnachtsanhänger auf dem Flohmarkt am Unicenter. Das war im Jahre 2010. Seitdem nahm ich jeden Advent eine andere Figur aus der Kiste, um für mich eine Weihnachtsklappkarte zu gestalten und ergänzte die Motivserie mit weiteren Anhängern, die mir zwischen die Finger kamen.

Später machte ich daraus eine Postkartenserie. Et voilà – mittlerweile gibt es 10 Motive.
Und die können Sie kaufen. Für die eigene Geschäftspost oder für private Grüße. Einfach per Mail anfragen.

Freie Arbeiten . Schneiderkreide & Seifenstücke

Ursprünglich hatte ich vor einigen Jahren zwei alte Kreidestücke fotografiert, um damit eine Schneiderin zu erfreuen. Als Geschenk für ihr Atelier.

Mit der Zeit fand ich immer mehr Gefallen an diesen beiden Motiven. Ich machte mich auf Flohmärkten und bei ebay auf die Suche nach weiteren Kreiden mit anderen Farben und Prägungen. Wie so oft blieb auch bei dieser Serie mein Blick an einem sehr unscheinbaren Alltagsgegenstand hängen. Zart, zerbrechlich, schmutzig, ohne großen Wert. Vielen unbekannt, und für manche eine Erinnerung aus Omis Nähkasten. Wenn ich solche Dinge dann aus dem Kontext nehme, ihnen einen eigenen ‚Raum‘ gebe und stark vergrößert abbilde, wird ihre schrabbelige Schönheit auch für andere erkennbar.

Ein Teil dieser Fotoarbeiten war bereits im September 2017 bei den Offenen Ateliers zu sehen. Ich habe mich riesig über die tolle Resonanz gefreut. Die Absicht bei meinen freien Arbeiten besteht ja nicht darin, mich motivlich beim Betrachter anzukuscheln, seinem Geschmack zu folgen oder gar anzubiedern. Ich bilde ab, was ich persönlich schön finde und als sehenswert erachte. Es würde sonst auch nicht funktionieren. Ich brächte kein Bild zustande, wenn mein Gefühl dahinter nicht ehrlich wäre. Mir geht es dabei auch nicht um Vollständigkeit. Ich bin kein Sammler, kein Archivar immer gleicher Gegenstände, kein Chronologe. Viel mehr suche ich in ganz unterschiedlichen Kontexten die gleiche Essenz: Das Schöne im Unscheinbaren, die Ästhetik im Unperfekten, den Reichtum im Wertlosen…

Umso mehr begeistert es mich, wenn die Besucher meiner Ausstellungen etwas in diesen Gegenständen erkennen, meinen Blick teilen und überrascht sind ob der neuen Ansichten. Und machmal bin ich auch etwas sprachlos vor Freude, wenn sie ein Bild zu sich nach Hause holen, um es sich oder einem anderen Menschen zu schenken.

Viele hielten das Kreidestück „Gloria“ für Seife. Zugegeben, es hat auch die mit Abstand eleganteste Prägung. Durch diesen erfreulichen Irrtum gerieten nun auch alte Seifenstücke in mein Blickfeld, und ich widmete ihnen ebenfalls eine kleine Serie.

…beides zu sehen beim Zinter Määtes Markt 2017.

Blömche . Eine Fortsetzung

Ich glaube, der Sommer ist vorbei. Auch wenn der Gedanke bei 17 Grad im November schwer fällt.
Ein wehmütiger Blick zurück, für nur einen Tag – meine aktuelle Ausstellung im Rahmen des Zinter Määtes Marktes:

Atelierhof Ägidiusstr. 45, 50937 Köln
14. November 2015  |  14.00-19.00 Uhr

China Girl

Die kleinen Früchte des Blüten-Hartriegels ziehen die Kinder unserer Nachbarschaft magisch an. Ich muss auch immer stehen bleiben (und stiebitzen). Die Frucht des verwandten Erdbeer-Hartriegels kann man tatsächlich essen, aber hier bleibt’s beim Angucken.

Bildserie Wegesrand . Eicheln

Viele kennen diese Bildserie mit dem Namen Wegesrand bereits aus den Ausstellungen vorangegangener Jahre. Immer wieder begegnen mir kleine Pflanzenobjekte, die ihre Zeit schon hinter sich haben und ein einsames Dasein im Regen und Straßenschmuddel fristen. Ich suche gar nicht gezielt nach ihnen (das funktioniert nämlich leider nicht), sondern die abgestorbenen Pflanzen huschen meist nur durch mein Blickfeld, wenn ich es eilig habe.  Auf dem Weg von hier nach dort, wenn ich weder Schere noch Box dabei habe (wieso auch?). Dieses Mal waren es Zweige mit winzigen Eicheln.