So bereitest Du Dich optimal auf ein Portrait-Shooting vor.

Sich vor einer Kamera zu präsentieren, kostet Überwindung und vor allem Geld. Jeder kennt dieses Unbehagen und manchmal auch die Scham, sich auf einem Foto überhaupt nicht zu gefallen. Du wolltest doch sympathisch und natürlich wirken und hast erfahren, dass so etwas auf Knopfdruck nicht gerade leicht ist.

Auf Knopfdruck sicher nicht! Doch wenn Du Dich gut vorbereitest und mit ein bißchen Neugier und Gelassenheit an die Sache herangehst, wirst Du feststellen, dass ein Business-Fototermin ziemlich viel Spaß machen kann.  Hier sind meine 10 sehr persönlichen Tipps für Dich:

 

1  |  Mach’s für Dich!

Jeder andere sieht auf Fotos viel besser aus als DU. Echt jetzt!
(Nein, nicht ich spreche gerade zu Dir, sondern das kleine Teufelchen auf Deiner Schulter!)

Psst…. Ich verrate Dir was: Du bist kein Profi-Model. Du MUSST das alles gar nicht gut können. Denn Deine Profession ist schließlich eine andere. Du bist ein Mensch und darfst ganz offen und ehrlich äußern, dass Du kein Interesse daran hast, auf einer Fotografie doof auszusehen! Deine Angst, dass Dich das Ergebnis nicht zufriedenstellen könnte, ist völlig normal.

Doch wie wäre es mit einem Bekenntnis? Bei allem Unbehagen – mache Dir bewusst, dass Du diesen Fototermin planst, um Dich zu präsentieren. Um Dich zu stärken und voranzubringen. Du tust das also in erster Linie für Dich bzw. für Dein eigenes Unternehmen. Dem besten Freund oder der besten Freundin würdest Du doch auch zurufen: „Hey, das wird toll. Du schaffst das!“ Also. Schick‘ Deinen inneren Kritiker für eine Weile in den Urlaub, denn Du kommst beim Fototermin gut ohne ihn zurecht. Stürze Dich mental lieber in ein Abenteuer mit schönem Ausgang.

 

2  |  Belohne Dich!

Es hat noch gar nicht angefangen, und schon gibt’s Geschenke? Na klar, das ist ja das Schöne daran.

Wenn der Gedanke an ein Fotoshooting unangenehme Gefühle in Dir weckt, dann belohne Dich dafür, dass Du es trotzdem konsequent durchziehst. Es muss ja nicht gleich ein Cabrio sein. Plane doch im Anschluss an den Fototermin ein kleines Event, auf das Du Dich freust: Vielleicht ein Bummel durch die Buchhandlung? Oder einen entspannten Café-Besuch mit einem lieben Menschen, den Du ewig nicht gesehen hast? Kaufe Dir direkt nach dem Shooting einen dicken Blumenstrauß. Du hast es Dir verdient! Was auch immer es ist, bedanke Dich unverzüglich mit einer kleinen Aufmerksamkeit für Deinen Mut und Deine Disziplin.

 

3  |  Du, wir müssen reden!

Am besten vor dem Fototermin. Deshalb erkundige Dich, ob ein kostenloses, unverbindliches Vorgespräch möglich ist. Es ist wichtig, sich kennenzulernen und sympathisch zu finden, denn für ein authentisches Portrait braucht es Vertrauen und Offenheit. Falls Du Dein Gegenüber nicht magst, wirst Du Dich beim Fotografieren unwohl fühlen. In dem Fall suchst Du besser nach einem anderen Studio.

Darüber hinaus besprichst Du alle relevanten Dinge, die Du wissen möchtest und von Fotografinnenseite wissen musst VOR dem eigentlichen Fototermin. Sonst kannst Du Dich nicht vorbereiten und läufst ins Ungewisse.

 

4  |  Was für Fotos brauchst Du?

Zunächst einmal solltest Du genau überlegen, wo Dein Bedarf liegt. Für welchen konkreten Anlass benötigst Du ein Foto?

Angenommen, Du planst eine neue Webseite:

★  Gibt es spezielle Anforderungen durch das Design?
★  Brauchst Du eher Hoch-oder Querformate?
★  Farbe oder Schwarzweiß?
★  Soll ein besonderes Farbspektrum Berücksichtigung finden?
★  Lieber Studioaufnahmen (mit neutralem Hintergrund), Bilder on location oder in der Natur?
★  Gibt es Besonderheiten bezüglich der Bildgröße, damit später auch bei Bildausschnitten noch die Auflösung ausreicht (z.B. für fullscreen layouts)?
★  Welche Motive sind notwendig? Nur Portraits oder auch Szenisches?

Bei unterschiedlichen Medien (Web, Print, Social Media etc.) tauchen unterschiedliche Fragen auf. Falls Du diese nicht selbst beantworten kannst, erkundige Dich bei Deinen Gestaltern bzw. Ansprechpartnern.

 

5  |  Was wünschst Du Dir stilistisch?

Welchen Bildstil soll das Portrait haben? Möchtest Du eine ganz besondere Stimmung, sei es durch die Wahl des Umfelds oder des Lichts? Und wie möchtest Du im Bild rüberkommen?

Viele können diese Fragen für sich nicht genau beantworten und überlassen das dem Geschick der Fotografen. Es besteht allerdings die Gefahr, dass Ihr hier beiderseits eine andere Sprache sprecht. Denn Emotionen und Assoziationen sind etwas Individuelles. Es lohnt sich deshalb auf jeden Fall, Dir im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, damit das Bildergebnis zu Dir passt.

Wenn es Dir schwer fällt, die gewünschte Stimmung zu erklären und zu verbildlichen, dann tue Folgendes: Stöbere in Magazinen oder im Internet, und suche dort nach Portraitbeispielen, die genau die von Dir gewollte Aussage transportieren. Suche auch Fotos heraus, die Du ganz furchtbar findest. Auf diese Weise grenzt Du das Gewünschte von zwei Seiten ein.

Hole Dir Inspiration bei Kollegen. Wie präsentiert sich Deine Branche? Magst Du, was die Anderen machen, oder möchtest Du etwas Neues?

Sammle alle Beispiele und bespreche sie mit der Fotografin. Sage genau, was Dir an den Bildern gefällt und was nicht. So vermeidest Du Missverständnisse.

 

6  |  Wähle den Termin mit Bedacht!

Der Gedanke an das bevorstehende Fotoshooting kann bereits aufregend genug sein. Deshalb setze Dich nicht zusätzlichem Stress aus.

Achte darauf, dass Du am selben Tag keine unangenehmen Termine hast. Vielleicht wirst Du sonst mit schlechter Stimmung ins Shooting gehen oder aber die ganze Zeit daran denken, dass Dir im Anschluss noch etwas blüht. Vermeide Zahnarzttermine, die längst fällige Aussprache mit dem Partner und andere belastende oder hektische Rahmenbedingungen.

Zu welcher Tageszeit bist Du gut drauf? Wann fühlst Du Dich ausgeruht und fit? Schläfst Du schlecht bei Vollmond? Hast Du feste Termine im Wochenplan, die Dich müde machen und schlecht aussehen lassen? Schaue genau in den Kalender und wähle ein Datum und eine Tageszeit, zu der Du wach und entspannt zum Fototermin gehen kannst.

 

7  |  Nimm Dir genügend Zeit!

Und zwar für ALLES. Stelle Deine Kleidung bereits 2-3 Tage vorher zusammen. Ist sie sauber und gut gebügelt? Falls Du Dir extra etwas Neues kaufst, dann mach’s eine Woche vorher, damit Du nicht in Panik verfällst und rechtzeitig das Passende findest.

Wenn Du am gleichen Tag zum Frisör gehst, plane großzügig, damit Du Dich nicht abhetzt, auch wenn sich zeitlich etwas verschiebt. Und nimm Dir bitte genügend Zeit, um in aller Ruhe an- und abzureisen.

 

8  |  Was soll ich bloß anziehen??? *kreisch*

Eigentlich ganz einfach: Nimm etwas, worin Du Dich richtig richtig wohl fühlst. Denn man wird es Dir ansehen, wenn Du es nicht tust!

Natürlich sollte die Kleidung zum beruflichen Kontext passen und Deine Ausstrahlung unterstreichen. Aber verkleide Dich bitte nicht! Deine Kunden oder Kollegen sollten Dich auf dem Bild wiedererkennen können. Wenn Du Dich nicht festlegen magst, nimm einige wenige Teile und ggf. Accessoires mit (vorausgesetzt, Dein vereinbarter Fototermin beinhaltet einen Kleiderwechsel).

Wähle Sachen aus, die man das ganze Jahr tragen kann und keinen saisonalen Bezug haben, damit Du die Fotos möglichst universell einsetzen kannst. Der Betrachter darf sich nicht an den letzten Sommerurlaub erinnert fühlen, weil Du ein Achselshirt oder Spaghetti-Top trägst. Genauso wenig eignet sich ein dicker Winterpulli, der besser zum Après-Ski gepasst hätte.

Zeige nicht zu viel nackte Haut (z.B. durch ein großes Dekolleté oder blanke Arme), um nicht missverstanden zu werden. Falls Du den Bildausschnitt der Fotos später anpasst und verkleinerst, könnte es nämlich passieren, dass Du optisch plötzlich kaum mehr etwas anhast!

Versteck Dich nicht. Weder hinter dicken Halstüchern noch üppigen Rollkragenpullovern. Und lenke mit zu vielen Accessoires oder wilden Mustern auch nicht von Dir ab.

 

9  |  Make-Up oder Makeover?

Die Digitalfotografie ist mittlerweile erbarmunglos ehrlich. Bei den hohen Auflösungen sieht man quasi alles. Die Verwendung eines mattierenden Puders, kurz bevor es losgeht, ist damit obligatorisch und das Mindeste.
Mann besitzt so etwas in der Regel nicht, Frau schon. Wie auch immer: Entweder hat die Fotografin etwas zur Hand, oder Du besorgst Dir einen matten, farblosen Puder ohne Glitzer- oder Perlglanz-Effekte. Den gibt es bereits für 3-4 € beim “Discounter mit A“ oder im Drogeriemarkt. Und vergiss den Puderpinsel nicht.

Grundsätzlich ist es von Vorteil, wenn Frauen sich leicht schminken und dem Gesicht dadurch etwas Kontrast hinzufügen. Denn der wird beim Fotografieren besonders durch Blitzlicht wieder herabgesetzt. Bist Du ein Mann, würde Dir eine ‚klitzekleine Korrektur‘ genauso helfen. Aber ich vermute, Dir ist das gar nicht recht…  😉

Vielleicht gibt es Fototermine mit Visagistin? Oder Du kennst ein Frisör- oder Kosmetikstudio, dem Du vertraust, wenn Du Dich nicht selber schminken kannst?

Überschreite aber mit einem Make-Up niemals Deine persönliche Wohfühlgrenze und bremse die Stylisten, sollte es Dir zu bunt werden. Wenn Du Dich durch zu viel Kleister im Gesicht ganz unbehaglich fühlst oder schon gar nicht mehr wiedererkennst, dann wirst Du auf den Fotos keine authentische Ausstrahlung haben, sondern Dich fremd fühlen. Das gleiche gilt für die Frisur.

 

10  |  Und jetzt?

Nun mach schon! Hab Spaß, und sei erfolgreich!

 

Mein Atelier

Ein geliebter Ort. Seit vielen Jahren.

In meinem 15ten Jubeljahr als selbstständige Photoingenieurin habe ich ihm einen zärtlichen, neuen Anstrich verpasst. Was ich nicht brauchte, flog raus. Was sich bewährt hatte, blieb. Und hinzugekommen ist ein ruhiges Plätzchen auf der Empore.

Kommt doch mal auf einen Kaffee vorbei. 😉

Weihnachtskarten

Verdengelt und mit Charakter. Eine nicht alltägliche Kartenserie.

 

Was sollte ich bloß nehmen? Für die eigene Geschäftspost zur Weihnacht? Etwas Schönes natürlich, für meine Begriffe. Denn ich wollte mir treu bleiben. Und das bedeutet meistens (wie eben auch bei meinen anderen freien Arbeiten), dass dieses Etwas einen ‚Haken‘ haben würde. Oder besser gesagt einen Kinken. Abgelegt, unentdeckt und erst charmant beim zweiten Blick.

Und es kam, wie es kommen sollte. Ich stolperte visuell über einen zerschlissenen Satz Weihnachtsanhänger auf dem Flohmarkt am Unicenter. Das war im Jahre 2010. Seitdem nahm ich jeden Advent eine andere Figur aus der Kiste, um für mich eine Weihnachtsklappkarte zu gestalten und ergänzte die Motivserie mit weiteren Anhängern, die mir zwischen die Finger kamen.

Später machte ich daraus eine Postkartenserie. Et voilà – mittlerweile gibt es 10 Motive.
Und die können Sie kaufen. Für die eigene Geschäftspost oder für private Grüße. Einfach per Mail anfragen.

Freie Arbeiten . Schneiderkreide & Seifenstücke

Ursprünglich hatte ich vor einigen Jahren zwei alte Kreidestücke fotografiert, um damit eine Schneiderin zu erfreuen. Als Geschenk für ihr Atelier.

Mit der Zeit fand ich immer mehr Gefallen an diesen beiden Motiven. Ich machte mich auf Flohmärkten und bei ebay auf die Suche nach weiteren Kreiden mit anderen Farben und Prägungen. Wie so oft blieb auch bei dieser Serie mein Blick an einem sehr unscheinbaren Alltagsgegenstand hängen. Zart, zerbrechlich, schmutzig, ohne großen Wert. Vielen unbekannt, und für manche eine Erinnerung aus Omis Nähkasten. Wenn ich solche Dinge dann aus dem Kontext nehme, ihnen einen eigenen ‚Raum‘ gebe und stark vergrößert abbilde, wird ihre schrabbelige Schönheit auch für andere erkennbar.

Ein Teil dieser Fotoarbeiten war bereits im September 2017 bei den Offenen Ateliers zu sehen. Ich habe mich riesig über die tolle Resonanz gefreut. Die Absicht bei meinen freien Arbeiten besteht ja nicht darin, mich motivlich beim Betrachter anzukuscheln, seinem Geschmack zu folgen oder gar anzubiedern. Ich bilde ab, was ich persönlich schön finde und als sehenswert erachte. Es würde sonst auch nicht funktionieren. Ich brächte kein Bild zustande, wenn mein Gefühl dahinter nicht ehrlich wäre. Mir geht es dabei auch nicht um Vollständigkeit. Ich bin kein Sammler, kein Archivar immer gleicher Gegenstände, kein Chronologe. Viel mehr suche ich in ganz unterschiedlichen Kontexten die gleiche Essenz: Das Schöne im Unscheinbaren, die Ästhetik im Unperfekten, den Reichtum im Wertlosen…

Umso mehr begeistert es mich, wenn die Besucher meiner Ausstellungen etwas in diesen Gegenständen erkennen, meinen Blick teilen und überrascht sind ob der neuen Ansichten. Und machmal bin ich auch etwas sprachlos vor Freude, wenn sie ein Bild zu sich nach Hause holen, um es sich oder einem anderen Menschen zu schenken.

Viele hielten das Kreidestück „Gloria“ für Seife. Zugegeben, es hat auch die mit Abstand eleganteste Prägung. Durch diesen erfreulichen Irrtum gerieten nun auch alte Seifenstücke in mein Blickfeld, und ich widmete ihnen ebenfalls eine kleine Serie.

…beides zu sehen beim Zinter Määtes Markt 2017.

Zinter Määtes Markt 2017

Weil er bisher so schön war, wollen wir ihn immer wieder – unseren Zinter Määtes Markt.

In alter Tradition öffnen wir zu Sankt Martin unseren Hof und erwarten die Besucher in gemütlicher Atmosphäre mit süßen und herzhaften Leckereien, offenen Ateliers, Kunst und Kunsthandwerklichem und den bewährt kräftigen Tönen durch die T’nT Brass Band.

Laternenkinder sind herzlich willkommen. 🙂

18. November 2017  |  14-19 Uhr  |  Atelierhof Ägidiusstr. 45, 50937 Köln (Sülz)