Blömche . Eine Fortsetzung

Ich glaube, der Sommer ist vorbei. Auch wenn der Gedanke bei 17 Grad im November schwer fällt.
Ein wehmütiger Blick zurück, für nur einen Tag – meine aktuelle Ausstellung im Rahmen des Zinter Määtes Marktes:

Atelierhof Ägidiusstr. 45, 50937 Köln
14. November 2015  |  14.00-19.00 Uhr

Zinter Määtes Markt

Aller guten Dinge sind 3. Das freut uns im Atelierhof! Denn die lieben Sülzer haben unser kleines Event ins Herz geschlossen. Und so öffnen sich in diesem Jahr zum dritten Mal die Tore für den Zinter Määtes Markt.

Am Nachmittag gibt’s Musik: Gegen 15:45 Uhr spielt das KölnQuartett. Um 17:00 Uhr schlägt die T’nT Brass Band blasenderweise den Herbstblues in die Flucht.

Und tatata taaaa: Wir haben Zuwachs bekommen. Die Zeit der plattgedrückten Nasen am Fenster hat ein Ende. Denn endlich, nach wochenlanger Fleißarbeit, startet nun das schnuckelige, heimelige und wunderschöne Jackson seinen Betrieb. Neugierig, was das ist? Eins können wir verraten: Es ist LECKER!

Kinder gestalten Cyanotypien

Am Tag des guten Lebens in Köln-Sülz am 31.05.2015 bietet sich für die kleinen Besucher unseres Atelierhofs die Gelegenheit, ein altes fotografisches Verfahren auszuprobieren:

Die Cyanotypie, auch Eisenblaudruck oder Blaupause genannt, wurde 1842 erfunden und geht auf den Naturwissenschaftler Sir John Herschel zurück. Dieser entdeckte, dass bestimmte Eisensalze durch Bestrahlung mit Sonnenlicht oxidieren und ein intensives Blau bilden, das „Berliner Blau“ oder Preußischblau.

In dem kleinen Workshop verwenden die Kinder fertig präpariertes Papier, das im Kontakt mit flachen, teils durchscheinenden Dingen (z.B. Federn, Gardinen, Blätter) einige Minuten der Sonne ausgesetzt wird. Nach einer kurzen Wässerung sind die Bilder bereits fertig und können getrocknet werden. Sollte die Sonne nicht scheinen, benutzen wir eine UV-Lampe.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Einfach irgendwann zwischen 15 und 16:30 Uhr vorbei kommen im Atelierhof Ägidiusstrasse 45.

Digitale Restaurierung eines Gruppenfotos

Vor einiger Zeit bat mich eine befreundete Papierrestauratorin, bei einem kleinen Projekt behilflich zu sein. Ein in Mitleidenschaft gezogenes Familienfoto sollte „repariert“ und dann vervielfältigt werden. Es hatte einige Knicke und Flecken; ein größeres Stück war komplett abgerissen und mit Tesafilm angeklebt worden.

Eine konventionelle Restaurierung kam aus Kostengründen nicht in Frage. Zudem gab es durch den Riss größere Fehlstellen, die sich leichter digital als analog beheben lassen. Weil auch der Wunsch nach Kopien bestand, sollte der alte Fotoabzug digitalisieren werden.

Nun gab es zwei Möglichkeiten: Abfotografieren oder Scannen. Beim Scannen von stark verknickten oder strukturierten Vorlagen können sich die Schäden/ Strukturen visuell verstärken, denn das Licht der Scanzeile fällt leicht seitlich ein und erzeugt durch Streiflicht einen Schatten. Beim Fotografieren mit Reprobeleuchtung verschwinden ‚Berge und Täler‘, wenn sie in Richtung des einfallenden Lichtes verlaufen. Ich habe beides ausprobiert und dem Scan den Vorzug gegeben. Die Schäden sahen in beiden Fällen gleichermaßen schlecht aus, und der Scan hat nun einmal die bessere Planlage, höhere Auflösung und ist mit weniger Aufwand umzusetzen als eine fotografische Reproduktion.

Die Retusche von kleineren Bildschäden ist eine Fleißarbeit, aber nicht weiter kompliziert, denn Photoshop hat genügend hilfreiche Werkzeuge. Etwas schwieriger jedoch war die Rekonstruktion im Bereich des Risses. Das Gesicht der Dame rechts außen war unvollständig, ebenso die Stirn und Frisur des Herrn daneben. Die zweite Frau weiter links hatte sehr ähnliche Gesichtszüge. Hier konnte ich Teile des Gesichts nach einer Größenanpassung übertragen. Bei der Herrenfrisur wurde ich in der hinteren Reihe fündig. Die neuen Fragmente mussten übergangslos in die Fehlstellen reinretuschiert werden. Eine allgemeine Vorgehensweise kann ich an dieser Stelle leider gar nicht erläutern, weil es immer vom Einzelfall abhängt, was machbar ist. Es erfordert auf jeden Fall sehr viel Übung, genaues Hinsehen und Geduld.

Mein Ziel war, das alte Familienbild so ansehnlich wie möglich zu machen, ohne es zu verfälschen. Dazu gehört natürlich auch ein geeignetes Material für die spätere Ausgabe. Beim Original handelte es sich um einen warmtonigen, matten Silgelatineabzug auf Barytpapier. Ein Fotopapier mit der gleichen Anmutung gibt es heute leider nicht mehr. Um zumindest den ursprünglichen Farbeindruck zu bewahren, habe ich mich für einen hochwertigen Inkjet-Druck auf Hahnemühle PhotoRag-Papier entschieden. Ein besonderer Vorteil (neben der sehr guten Haltbarkeit) ist der leicht cremefarbene Grundton des Baumwollpapiers. Es passt sehr gut zu historischen Aufnahmen. Der exakte Abgleich der Tonwerte und Farben erfolgte mithilfe einer kalibrierten Verarbeitungskette und der Wahl eines Fachlabors, das Farbmanagement anwendet.

Herzlichen Dank an Familie Neises, die dieses Foto zur Veröffentlichung freigegeben hat.

Stoffdruck mit Holzmodeln und Schablonen

Der zweite Workshop mit der Designerin Catrin Christine Großhans

Für alle, die die Technik des Stoffdrucks einmal selber ausprobieren und mit einem selbst gestalteten Stück nach Hause gehen möchten, veranstaltet Catrin Großhans in meinem Atelier am 02.11.2014 von 13 bis 17 Uhr einen Workshop in kleinem Kreis. Diesmal werden kleinere Objekte bedruckt, die sich natürlich auch als Geschenk eignen, z.B. Schals, Taschen, Kissen, Tücher.

Catrin bringt verschiedene Holzmodel, Stofffarben, Pinsel und Stoffe mit. Dazu noch ein paar Schablonen für alle, die die Technik des Schablonierens ausprobieren möchten. Es wird auch einen langen Tisch geben, an dem wir uns mit alten und neuen Musterrollen Geschenkpapiere drucken können.

Man darf eigene Stoffe verwenden (vorzugsweise aus Baumwolle, Leinen oder Seide). Catrin stellt ebenfalls Stoffe und Papier zur Verfügung.

Der Nachmittag kostet 45 € inkl. Farben und Grundmaterial. Seidenschals etc. können zum Selbstkostenpreis erworben werden. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter mail@catringrosshans.de oder 0221-412309 erforderlich. Bitte unempfindliche Kleidung anziehen und eine Schürze.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Nachmittag mit viel Farbe, Kaffee & Kuchen!